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Blower Door

Blower Door

Bei der  Blower Door-Messung wird ein elektrisch angetriebenes Gebläse mit einem luftdichten Tuch und einem verstellbaren Rahmen in einer geöffneten Außentür (bzw. Fenster) eingespannt. Somit kann für ein Unterdruck oder ein Überdruck gesorgt werden. Erfasst wird, welche Luftmengen bei der Einstellung eines gewählten Differenzdruckes zwischen innen und außen durch die Leckagestellen der Gebäudehülle strömen. Der Prüfdrück liegt zwischen 10 und 60 Pascal. Dieser Bereich kann gleichgesetzt werden mit einer Windlast zwischen 4 und 10 Meter pro Sekunde (gleich 15 bis 35 km/h), die auf einer dem Wind zugerichteten Wandfläche lastet. Bei einem Prüfdruck von 50 Pascal lasten auf 1m² Gebäudehüllfläche 5 kg Gewicht.

Nach den gültigen Normen wird bei dem Prüfverfahren ein Messwert dargestellt, der den Volumenstrom [1/h] bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal [n50]  entspricht. Es wird also der stündliche Luftwechsel bei Prüfdruck ermittelt, der sich auf das gesamte Innenvolumen des Gebäudes bezieht. Dieses Ergebnis wird auch als Luftwechselrate bezeichnet. Weiter ist es auch üblich, den Volumenstrom der Leckluftmenge auf die Nettowohnfläche zu beziehen, d.h. Volumenstrom [m³/m²h] bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal (NBV50). Hierdurch kann eine Einstufung der Dichtheit im Bezug auf genormte Grenzwerte vorgenommen werden.

Die Leckstellen werden im Zuge der Messungen geortet, dokumentiert, bewertet und mit individuellen Sanierungsvorschlägen versehen. Eine aussagekräftige Fotodokumentation als Teil des ausführlichen Untersuchungsberichtes gibt dem Kunden hinreichende Informationen auf die Art, Lage und Bedeutung der einzelnen Undichtigkeiten und deren vorgeschlagenen Abdichtungsmassnahmen.

Gute Gründe für die luftdiche Bauweise eines Wohngebäudes sind niedrige Energiekosten, verbesserte Behaglichkeit (keine Zugluft, keine Kaltluftseen), Vermeidung von Bauschäden durch konvektiven Feuchteeintrag, niedriger Schadstoffeintrag, verbesserter Schallschutz, verbesserter sommerliche Wärmeschutz, verbesserter Brandschutz, effizienter und wirkungsvoller Betrieb von Lüftungsanlagen, ...

Nach DIN 4108-7 sind die n50-Grenzwerte für Wohngebäude mit Fensterlüftung auf 3,0 1/h und für Wohngebäuden mit mechanischer Lüftung auf 1,5 1/h festgelegt.

Weitere Informationen können Sie auf den Seiten des "Fachverband für Luftdichtheit im Bauwesen e.V." bekommen.

Dietmar Harms

Elektromeister
Gebäude-Energieberater
Solarteur
Gebäude-Thermograf
Luftdichtheitsprüfer
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